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[17.08.2007] LZ Ausgabe Nr. 33

Leergut-Kosten sollen sinken

Frankfurt, 16. August. Die Anker Andersen A/S Toerring, stellt dem Handel eine günstigere Abwicklung von Einweg-Leergut in Aussicht. Ansatzpunkte sind die Ausgaben für Investition und Wartung von Rücknahmeautomaten sowie für die Entsorgung von Gebinden. Die Dänen bieten an, am POS kostengünstige Reverstechnik für Einwegflaschen und -dosen zu installieren. Die weitere Verarbeitung und Verrechnung übernehmen Hochleistungs-Zählanlagen, die in den Logistikzentren des Handels eingerichtet werden. Das Konzept könne Einsparungen in Höhe von „mehreren Mio. Euro pro Jahr“ bringen, schätzen die skandinavischen Spezialisten für Leergut-, und Brauereianlagen.

„Statt standardisierter Leergutautomaten mit Sortier- und Kompaktiertechnik setzen wir einfachere Geräte herkömmlicher Lieferanten ein“, erklärt Hans Lauszus. Laut dem Anker Andersen-Vertriebsleiter sind die nur zur Abrechnung gegenüber dem Verbraucher dienenden Geräte kostengünstiger in puncto Einkauf und Wartung. Aufgrund der kompakten Bauweise könne zudem „viel Platz im Laden „ anderweitig genutzt werden. Obendrein könnten sich keine üblen Gerüche mehr entwickeln, und auch das Lärmniveau werde gesenkt.

Nach Rücknahme vom Endverbraucher werden die Gebinde unzerstört per Lkw ins handelseigene Logistikcenter transportiert. Erst dort wird registriert, sortiert und kompaktiert. Im Rahmen eines „Rundum-Sorglos-Pakets“, übernehme Anker Andersen die komplette Einrichtung von Zählzentren samt Zertifizierung durch die Deutsche Pfandgesellschaft (DPG), sagt Lauszus. Der Kunde müsse nur „eine geeignete Location und Personal“ zur Verfügung stellen. Die möglichen Einsparungen beziffert der Vertriebsleiter auf „bis zu 70 Prozent“ allein bei den Investitionen. Hinzu kämen niedrigere Betriebskosten. Die Dänen offerieren Interessenten eine „kostenlose Optimierungs-Analyse“.

Die Quote der in Mehrweg-Gebinde abgefüllten alkoholfreien Getränke (AfG) sinkt weiter. Dies berichtet das Magazin Focus mit Verweis auf nicht publizierte Daten der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Laut den Nürnberger Marktbeobachtern seien zwischen Januar und Juni 2007 noch 30,7 Prozent aller AfG in wieder verwendbaren Verpackungen verkauft worden. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres habe der Anteil noch bei 37 Prozent gelegen.



Quelle: [17.08.2007] Lebensmittelzeitung Ausgabe Nr. 33

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